Etwas für ein gesundes Herz zu tun, zahlt sich immer in mehr Lebensqualität aus. Darauf weisen die Deutsche Herzstiftung, der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände gemeinsam hin. Fünf einfache Tipps, wie man das Herz unterstützt.
1. Die eigenen Werte kennen
Wissen Sie, wie hoch Ihr Blutdruck oder Ihre Cholesterinwerte sind? Vor allem Herzpatienten und -patientinnen sollten diese Werte sowie auch den Blutzucker kennen und regelmäßig kontrollieren. Der Blutdruck etwa lässt sich zu Hause mit einem Gerät selbst überprüfen. Ansonsten geht das auch in einer Apotheke oder beim nächsten Arzttermin. Weil Früherkennung wichtig ist, sollte am besten jede und jeder diese Werte einmal checken lassen, etwa bei der nächsten ärztlichen Routineuntersuchung.
2. Aufs Rauchen verzichten
Die Devise ist: Am besten gar nicht erst anfangen, ansonsten möglichst schnell damit aufhören. So schwer ein Rauchstopp fällt, diese Aussicht kann vielleicht motivieren: Innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Aufhören sinkt das Herzinfarktrisiko um die Hälfte, heißt es von der Deutschen Herzstiftung. Sie rät Rauchern, sich ein verbindliches Ausstiegsdatum zu setzen und dann in kleinen Schritten anzufangen.
3. Gewicht reduzieren
Zu viele Kilos auf der Waage belasten Herz und Kreislauf und machen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes wahrscheinlicher. Hier sind die Stellschrauben Bewegung und Ernährung.
- Bewegung bedeutet nicht unbedingt: schweißtreibendes Training. Jeder Schritt im Alltag zählt. Etwa, wenn Sie manche Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen statt mit dem Auto.
- Die Ernährung sollte ausgewogen und pflanzenbetont sein. Reduzieren Sie Zucker und stark verarbeitete Produkte. Auch ein Zuviel an Salz kann dem Herzen schaden. Stattdessen gehören Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Lebensmittel auf den Speiseplan.
Entscheidend ist: Fangen Sie einfach an. Suchen Sie sich Menschen, die mitmachen, denn das meiste fällt im Team leichter als allein.
4. Sich Ruhe gönnen
Dauerhaft zu wenig oder zu viel Schlaf ist schlecht fürs Herz. Laut der Herzstiftung sind im Schnitt sieben Stunden pro Nacht ideal. Zu einem guten Schlaf können feste Zeiten und Abendrituale beitragen, ebenso frische und rund 18 Grad kühle Luft im Schlafzimmer. Vermeiden sollten Sie späte und schwere Mahlzeiten, spätes Kaffeetrinken und Powernapping, also kurze Nickerchen, nach 15.00 Uhr.
5. Impfungen wahrnehmen
Infektionen können Herz-Kreislauf-Patienten besonders belasten, vor allem ältere Menschen. Laut der Herzstiftung kann man mit konsequenten Impfungen Herzinfarkten vorbeugen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehle deshalb diese vier Hauptimpfungen:
- Grippeschutzimpfung gegen das Influenza-Virus
- Pneumokokken-Impfung
- Coronaimpfung
- Impfung gegen RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)
Inzwischen rate die Stiko allen Menschen ab 60 außerdem zu einer Gürtelrose-Impfung, so die Herzstiftung.



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